#1 Die Mikroben im menschlichen Darm von Ursula 07.10.2015 22:15

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Die Mikroben im menschlichen Darm haben erheblichen Einfluss auf die Gesundheit.
Studien zeigen, dass Nervenbahnen aus dem Darm Rückmeldungen an das Gehirn senden - möglicherweise lösen sie so Migräne aus.
Bislang empfehlen Mediziner ihren Patienten einen regelmäßigen Tagesablauf und Standardmedikamente.

Bis zu 100 Billionen Mikroben existieren im menschlichen Körper. Der überwiegende Teil dieser Bakterien, Viren, Pilze und Archaeen befindet sich im Darm. Dort zerlegen die Mikroben Nahrung, so dass sie der Körper verwerten kann. Die Zusammensetzung der Mikroorganismen ist bei jedem Menschen anders – und sie hat erheblichen Einfluss auf seine Gesundheit.
Ist die Veränderung der Darmflora der Schlüssel?

Einer neuen Theorie zufolge wirkt die Darmflora selbst auf das Gehirn. Eine Veränderung der Darmflora könnte in Zukunft vielleicht sogar Migräneattacken verhindern.

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Peinliche und oft verschwiegene Begleiterscheinungen von Migräne

Bei vielen Patienten, erklärt Christoph Schankin, Neurologe an der LMU München und Mitglied der Forschungsgruppe Kopfschmerz, geht eine Migräneattacke neben starken Kopfschmerzen mit zusätzlichen Beschwerden einher, etwa mit Durchfall oder Magenkrämpfen. Diese Symptome kommen zustande, weil das Gehirn über Nervenbahnen mit dem Rest des Körpers verbunden ist, eben auch mit dem Darm, den es steuert.
Der Vagusnerv hat eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Migräne

Einige Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass der Darm auch Rückmeldungen an das Gehirn liefert. Bestimmte Mikrobenstämme wirken so zusammen, dass sie über Nervenbahnen, die in der Darmwand beginnen, Informationen über den Vagusnerv zum Gehirn übermitteln – und so entweder Migräneattacken auslösen oder verhindern.
Erste gute Ergebnisse - vielleicht basieren sie aber nur auf dem Placebo-Effekt

Derzeit laufen erste Untersuchungen, die Hinweise darauf liefern, dass eine Änderung des Mikrobioms Migräneanfälle seltener werden lässt. Die Probanden nahmen bestimmte Mischungen aus Bakterienstämmen wie Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien ein. Diese sogenannten Probiotika sollen die Zusammensetzung der Darmflora verbessern. Die Ergebnisse dieser offenen Studien seien zwar vielversprechend, erklärt Schankin, die Datenlage sei aber noch dürftig. Die Behandlung von Migränepatienten mit Probiotika bedürfe weiterer Forschung.

Etwa zehn bis 15 Prozent der Deutschen haben eine genetische Veranlagung, die Migräneanfalle wahrscheinlich macht. Wird ihr Gehirnsystem aus dem Takt gebracht (etwa durch Stress, Schlafmangel, oder bei Frauen während der Periode), bricht die nächste Kopfschmerz-Attacke über sie herein.
Bewährte Mittel bei Migräne

Bis die Mikrobiom-Forschung soweit ist und neue wirksame Methoden entwickelt hat, rät Christoph Schankin seinen Patienten: Gegen Migräneattacken helfen Standardmedikamente wie Blutdrucksenker, Antiepileptika und Antidepressiva am besten, kombiniert mit nichtmedikamentöser Prophylaxe:

drei Mal wöchentlich je eine halbe Stunde mäßiger Ausdauersport wie schwimmen, joggen oder radfahren,
Muskelentspannungsübungen,
ein regelmäßiger Schlafrhythmus und
regelmäßige Mahlzeiten.

#2 RE: Die Mikroben im menschlichen Darm von Nonono 31.10.2015 09:25

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auf den Zusammenhang wäre ich nie gekommen.
Danke

#3 RE: Die Mikroben im menschlichen Darm von Anni 04.11.2015 11:42

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Bis zu 100 Billionen Mikroben existieren im menschlichen Körper? Oh nei, so viel! Ich bin auch der Meinung, dass die Mikroben Migräne auslösen können.

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