#1 Wochenend-Migräne von Ursula 09.03.2012 13:15

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Die Ursache für Migräne sind zum Teil genetische Faktoren, die noch nicht alle bekannt sind“, sagt der Neurologe. Auslöser können unter anderem bestimmte Lebensmittel, Alkohol und Koffein und Stress-Schwankungen sein. „Männer leiden oft unter Wochenend- Migräne. Unter der Woche stehen sie unter Strom, samstags und sonntags ist der Stress weg und die Migräne da“, erläutert Dr. Wimmer. Im Unterschied zu ihren Leidensgenossinnen verzichtet ein Großteil des starken Geschlechts auf ärztliche Hilfe. Mann ist ja schließlich kein Weichei. „Gemäß dem Verhältnis der Migränepatienten müsste ein Drittel der Patienten in der Kopfschmerzambulanz männlich sein. Dem ist aber nicht so, es lassen sich fast nur Frauen behandeln“, berichtet der Spezialist aus der Praxis.

Mit der richtigen Therapie kann die Migräne zwar nicht geheilt werden, die Häufigkeit und die Schwere der Anfälle können aber deutlich reduziert werden. „Kopfschmerzen sind grundsätzlich nicht normal und jeder, der sie hat, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen“, betont der Mediziner. Wird eine Migräne diagnostiziert, kommen medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien in Frage. Bei einem Anfall sind Arzneimittel am wirksamsten. Dr. Wimmer: „Es gibt Medikamente, die an den Blutgefäßen im Kopf ansetzen. Diese sind aber nicht rezeptfrei erhältlich.“

Eine Selbstbehandlung kann gefährlich sein. Wer ständig ein Schmerzmittel einnimmt, kann einen „Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz“ auslösen. Das heißt: Die Tabletten wirken nicht mehr, man ist süchtig und das verursacht wiederum Kopfschmerzen. Das Einzige, was dann noch hilft, ist ein Entzug.

„Migräneanfälle lassen sich zusätzlich auch durch nichtmedikamentöse Therapien wie Biofeedback, Muskelentspannung oder Akupunktur lindern“, so Dr. Wimmer. Wichtig sind zudem geregelte Essenszeiten, regelmäßiger Schlafrhythmus und keine Unterschiede im Stressniveau. „Nicht nur, dass migränegeplagte Männer seltener zum Arzt gehen, viele von ihnen haben auch einen unregelmäßigeren Lebensrhythmus als Frauen.“

Cornelia Schobesberger
Februar 2012



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